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WIE AUS EINER IDEE EIN GANZES DORF WURDE

40 Jahre Ferienpark daun

363 Meter. Genau so lang ist die Herbert-Ebertz-Straße, die sich in sanftem Bogen durch die Anlage des heutigen Sporthotel & Resort Grafenwald zieht. Sie ist die Hauptverbindung zwischen Hotelrezeption und den vielen Ferienhäusern, die sich mit ihrem ländlichen Fachwerk malerisch in die hügelige Eifellandschaft einfügen. Von geschichtlichem Interesse ist sie deshalb, weil sie den Gründer und Investor des beliebten Ferienparks Daun im Namen trägt. Die spannende Entwicklung der Hotelanlage in voller Länge zu erzählen, würde mehr Zeit in Anspruch nehmen als die Straße 50 Mal rauf und runter zu spazieren. Wir beschränken uns an dieser Stelle daher schlicht auf die Kurzversion der Chronik, die Sie für wenigstens eine Wegstrecken-Länge unterhalten wird.

GELEGENHEIT WECKT UNTERNEHMERGEIST 

1975 fing alles an: Mit dem Wunsch des Dr. Herbert Ebertz nach einem privaten Ferienhaus. Schnuckelig sollte es sein, hübsch gelegen und seiner damals noch 4-köpfigen Familie wunderschöne Urlaubserlebnisse zu bieten. So dachte der Kölner Immobilieninvestor und machte sich in der reizvollen Vulkaneifel auf die Suche.

In Daun hörte er von einem geeigneten Baugrundstück, auf dem ursprünglich die Post AG ein Feriendorf errichten wollte. Das Waldstück erschien ihm perfekt, jedoch viel zu groß für nur ein Haus: Und so kam es, dass der engagierte Unternehmer nach vielen Monaten des Planens und zahlreichen Gesprächen statt des privaten Ferienhäuschen gleich einen ganzen Ferienpark realisierte.

Zu verdanken hat die kleine Eifelgemeinde Daun diese schicksalhafte Fügung wohl auch ihrem damaligen Verbandsbürgermeister, Adolf Waldorf. Mit subtiler Penetranz, dem Pfund einer überragenden Naturlandschaft und dem Bundesland Rheinland-Pfalz „im Rücken“, das Projektzuschüsse zur Weiterentwicklung strukturschwacher Gebiete in Aussicht stellte, umwarb er den Investor hartnäckig: „Ich wollte den Fremdenverkehr fördern für das wirtschaftliche Wohlergehen der Region“, berichtet Waldorf, der als Beiratsmitglied der Ferienpark Daun GmbH & Co. KG die Geschicke des Hotels viele Jahre begleitet hat.

BÜRGERMEISTER TREIBT KONZEPTE VORAN

Sein Werben hat Erfolg. Das Hotel geht in Bau. Der Brühler Architekt Karl-Heinz Nitsche gibt dem Haupthaus und den 69 verschieden großen Ferienhäusern ihr schwarz-weißes „Gesicht“ und trägt durch seine kreativen Gestaltungsideen und visionären Konzepte maßgeblich zum Flair der Anlage bei. Betreiber wird das Mönchengladbacher Hotelunternehmen Dorint, an dem Ebertz zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Prozent der Anteile hielt.

Zur Hoteleinweihung im Sommer 1977 kommt Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) persönlich. Er ist der erste in einer lange Reihe prominenter Gäste, die hier zu Besuch waren. Darunter die Politiker Hans-Dietrich Genscher und Herbert Wehner, der jüdische Börsenexperte André Kostolany, Tennislegende Boris Becker, die Formel-1-Rennfahrer Jacky Steward, Rubens Barrichello und Ralf Schumacher, Eifelkrimi-Autor Jacques Berndorf und nicht zuletzt der Musiker Phil Collins. Zahlreiche Reisejournalisten verhalfen dem Haus zu großer Bekanntheit. Etwa 2,5 Millionen Gäste, darunter viele, viele Stammgäste, hat das Hotel in den vergangenen drei Jahrzehnten beherbergt.

SO PERSÖNLICH WIE EIN FAMILIENHOTEL

Es sind ereignisreiche Jahre, die der Ferienpark Daun und alle Menschen, die mit ihm verwoben sind, erleben. Zirka 160 Eigentümer, die inzwischen schon in der zweiten oder sogar dritten Generation vertreten sind, haben den Ferienpark in großer Einigkeit vorangebracht. Sie haben rauschende Feste gefeiert und das Haus zugleich immer weiterentwickelt und modernisiert. Es gab zahlreiche bauliche Veränderungen, um stets mit der Zeit zu gehen und den wechselnden Gästeanforderungen zu entsprechen. Nicht nur die Zimmer, auch Wellness- und Fitnessbereich wurden Stück für Stück vergrößert und verschönert.

Ein klassisches Familienhotel war es nie, sondern ganz im Gegenteil 27 Jahre lang Teil der Kettenhotellerie. Die hohe Identifikation der Gastgeber und Eigentümerfamilien mit dem Ferienpark Daun aber sorgte immer für eine familiäre, persönliche Atmosphäre und den behaglichen Komfort, den unsere Gäste so schätzen. Und so war die Entscheidung wohl mehr als naheliegend, dass genau jene Eigentümergemeinschaft das Hotel nach seiner Lösung von Dorint im Sommer 2013 weiterbetreiben würde. Fortan als individuell geführtes Haus unter dem Namen Sporthotel & Resort Grafenwald, in Anlehnung an seine traumhaft grüne Lage am Waldrand inmitten der Dauner Vulkaneifel. Eine Landschaft, die schon den Gründer des Ferienparks seinerzeit verzauberte und überzeugte. 

 

LAGEPLAN

40 Jahre Gastlichkeit im Grafenwald